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Mohamed Al Modiakhi aus Katar bezwingt den Israeli Jewgeni Postny

und übernimmt die alleinige Tabellenführung In einer slawischen Verteidigung zeichnete sich bereits früh ein Kampf auf Biegen und Brechen ab. Bei heterogenen Rochaden lautet die Frage wie immer:
Wessen Königsangriff schlägt durch? Letztlich war der Nachziehende der Glücklichere.
An den Brettern 2 und 3 gab es hingegen keine Sieger. Der Bulgare Vladimir Georgiev hatte Konstantin Landa mit einer ungewöhnlichen Eröffnungsvariante überrascht – dieser scheute größere Risiken. An Brett 3 erwies sich der c3-Sizilianer von Wesley So als zu zahm, um GM Eingorn ernsthaft in Gefahr zu bringen. Aber der 13-jährige Philipine erreichte sicher das Unentschieden. An den Brettern der Verfolger ging es teilweise dramatisch
zu: Michail Kopylow rette nach großem Kampf eine verlorene Stellung ins theoretische Remisendpiel Turm gegen Turm und Läufer. Dann war jedoch seine Bedenkzeit zu Ende. Schiedsrichter Christian Krause entschied sicher richtig, dem Topgesetzten die Chance zu Gewinnversuchen einzuräumen und Michails Remisreklamation zurückzuweisen. Mit nur noch Sekunden auf der Uhr lief dieser sofort ins Matt.
Bereits nach der Eröffnung verflachte die Partie zwischen Yannick Pelletier
(Schweiz) und Sergej Kriwoschej (Ukraine). An den Brettern 7 und 8 setzte es Weiß-Niederlagen für die deutschen Teilnehmer. Dabei hatte Michael Hoffmann gegen Alexander Schabalow eine glatte Gewinnstellung. Erneut war der Amerikaner „all in“ gegangen und die Schachgöttin Caissa stellte sich auf seine Seite. Gerlef Meins wurde vom Griechen Stelios Halkias bezwungen. Die übrigen Sieger in den Verfolgerduellen hießen Milos Pavlovic und Sasha Kaplan. Der Serbe startete in einem damenlosen Mittelspiel einen phantastischen Opferangriff. Selbst in beiderseits hochgradiger Zeitnot fand er fast immer die besten Züge. Sasha Kaplan zeigte sich im Marschall-Angriff Mohamed Al Sayed theoretisch überlegen.
Die Spitzenpaarungen der morgigen Runde lauten:
Moisejenko (6)– Al Modiakhi (6,5), Georgiev – Khenkin, Schabalow – Pavlovic, Halkias – So und Kaplan – Landa

GM Henrik Teske, Pressereferent