Viele spannende Partien bei den OIBM in Bad Wiessee
Wereslaw Eingorn versuchte lange, eine totremise Stellung gegen Gerard
Welling zu gewinnen. Ein Fehler kostete ihn dann sogar den ganzen Punkt.
Ex-OIBM-Sieger Alexander Schabalow ging wie immer voll aufs Ganze und besiegte
Dr. Wolfram Heinig. Auch Konstantin Landa untermauerte seine Ambitionen, das
Turnier erneut zu gewinnen. In einer aktuellen Theorievariante konnte er Anna
Sosulia bezwingen. Dem Mutigen gehört nicht immer die Welt. Während Michail
Prusikin für ein scharfes Opferspiel mit Schwarz gegen Ingo Cordts belohnt
wurde, konnte Dragan Kosic den gefährlich aussehenden Angriff von Ulrich Zenker
kaltblütig abwehren. Milos Pavlovic gelang der Sieg mit einer anderen Strategie.
In einer harmlos anmutenden Variante erwischte er Klaus de Francesco mit einer
plötzlichen Verschärfung auf dem falschen Fuß. Lange Zeit ausgeglichen war das
Duell zwischen Ex-Weltmeisterin Zhu Chen und Wolfgang Thormann. Doch urplötzlich
zappelte die Dame des Berliners im Netz. Wie brutal Schach sein kann, erfuhr
auch Christoph Zill. Schon ein unscheinbarer Eröffnungsfehler genügte – und
Mohamed Al Sayed ließ ihm mit brilliantem Spiel nicht den Hauch einer Chance.
Auch der deutsche Nachwuchs ließ aufhorchen. Felix Graf, der inzwischen am
Dresdner Sportgymnasium gefördert und von den GM Jens-Uwe Maiwald und Wolfgang
Uhlmann trainiert wird, gab eine Kostprobe seines Könnens und demontierte Till
Wippermann.
Auch in vielen anderen Partien mussten Favoriten schon Federn lassen.
Tatjana Wasiljewitsch trotzte Jewgeni Postny ein Remis ab.
Dem Münchner Thomas Lendtrodt gelang Gleiches gegen den Jean-Marc Degraeve.
Auch Wladimir Jepischin musste sich mit dem halben Punkt gegen Maxim Tschetwerik
begnügen.
Noch 30 Spieler haben nach der 3. Runde eine reine Weste. Die Spitzenpaarungen
lauten: Moisejenko – Hoffmann, Kriwoschej – Khenkin, Dimakiling – Pelletier,
Schabalow – Velimirovic.
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