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Die 10. Offenen Internationalen Bayerischen Schach Meisterschaften sind eröffnet!

Am Samstag um 15 Uhr eröffnete Bad Wiessees zweiter Bürgermeister Kurt Sareiter die Veranstaltung. Horst Leckner, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, Cheforganisator der OIBM bis 2002 und Leiter der Sparte Schach des TV Tegernsee, richtete ebenfalls ein Grußwort an die Teilnehmer. Er wünschte den Organisationen um Peter Rie, Geschäftsleiter der Touristinformation Bad Wiessee, und Kurt Geiß, Hotel Gasthof „Zur Post“ viel Erfolg.
Pünktlich um 16 Uhr konnte dann Hauptschiedsrichter Christian Krause die 222 Bretter freigeben.

Unter den 445 Teilnehmer aus 25 Nationen treten heuer 79 Internationale Titelträger an – darunter 28 Großmeister. Als Favoriten gehen GM Aleksander Moiseenko aus Russland, der Ukrainer GM Vadim Malakhatko, der für den TV Tegernsee gemeldete GM Igor Khenkin und GM Evgeny Postny aus Israel, der für den SC Eppingen ebenfalls in der Bundesliga spielt, an den Start.

Wie immer in den ersten Runden eines offenen Turniers, haben auch Amateure die Gelegenheit, sich mit starker internationaler Gegnerschaft zu messen.
Dies nutzten gleich in der ersten Runde der Holländer Fritz Olbers gegen GM Evgeny Postny und der Italiener Roberto Giovannini gegen die Großmeisterin Chen Zhu aus Quatar. Beide zwangen ihre Gegner in lange Partien von fast sechs Stunden. Letztendlich setzte sich aber dann doch die Erfahrung der Großmeister durch, so dass in der ersten Runde die Ergebnisse ohne Überraschungen blieben.

In der zweiten Runde kam es zu den ersten Punkteteilungen an den „Großmeisterbrettern“. Manfred Keller von der SG Pang/Rosenheim konnte dem mazedonischen Großmeister Vladimir Georgiev nach 39 Zügen ein Remis abtrotzen. Auch dem Griechen Dimitrios Gkogkas gelang nach 27 Zügen ein Unentschieden gegen den russischen Großmeister Alexander Karpatchev.
Erstaunlicherweise konnten beide Großmeister ihren Anzugsvorteil als Weißspieler nicht nutzen – es ist halt doch eher ein seltenes Ereignis, dass sich ein Großmeister als „Weißer“ in den Anfangsrunden eines Opens mit einem Remis zufrieden gibt. Als dritte „Großmeisterbremse“ betätigte sich der Lippstädter Marcus Roehmhild gegen den griechischen Großmeister Spyridon Skembris.

Ansonsten blieb diese Runde ohne Überraschungen. In der heutigen dritten Runde kommt es zum ersten Aufeinandertreffen von Titelträgern. Großmeister gegen Internationale Meister, FIDE-Meister gegen Internationale Meister und so weiter. Spannende Partien sind vorprogrammiert.

Martin Halba
Turnierleiter