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Der polnische Großmeister Piotr Bobras gewann eine Glanzpartie. Aber andere Favoriten mussten schon Federn lassen.

Bad Wiessee scheint für Piotr Bobras ein gutes Pflaster zu werden. Im letzten Jahr gelang dem Polen hier die entscheidende Norm für seinen Großmeistertitel. Auch in diesem Jahr startete der Pole überzeugend ins Turnier. In der zweiten Runde lief ihm Paul Haldemann in die Vorbereitung und musste ein Opferfeuerwerk über sich ergehen lassen. Noch bis zu Brett 10 konnten sich jeweils die Favoriten durchsetzen.
Trotz noch erheblicher Differenzen in der nominellen Spielstärke mussten aber auch schon einige Turnierfavoriten Federn lassen. Der ehemlige U-16 Weltmeister Leonid Kritz stellte gegen Georg Schweiger schon frühzeitig einen Bauern ein und konnte seinem Gegner dankbar sein, dass er ihm in klar besserer Stellung ein Remis offerierte. Auch die Großmeister Oleg Romanischin und Arkadi Rotstein mussten sich gegen Gerd Fischer resp. Josef Kloster mit Unentschieden zufrieden geben. Nicht besser erging es den Internationalen Meistern Michail Kopylow, Arno Zude, Hannes Rau, und Peter Meister. Auch eine Tegernseer Hoffnung, der Wolfratshausener Student Stefan Bromberger, kam über ein Remis nicht hinaus. Sein Gegner war Günter Weidlich – in den 80 Jahren einer der Mitinitiatoren des Dresdner Marathonblitzturnieres, mit denen an die Opfer der Bombennacht in Dresden erinnert wurde. Herzliche Grüße auch von uns an die Schachstadt Dresden. Wir freuen uns mit allen Dresdnern über die Wiedereröffnung der Frauenkirche.